09.09.2008 | 09:36 | (DiePresse.com)
Die US-Amerikanerin hatte 2005 während eines Streits mit ihrem Freund das gemeinsame Baby in der Mikrowelle verbrannt. “Es gibt keine Worte, um diese abscheuliche Grausamkeit zu beschreiben”, erklärte die Richterin.
Weil sie ihre einen Monat alte Tochter in der Mikrowelle getötet hat, muss eine 28 Jahre alte US-Bürgerin lebenslang ins Gefängnis. Ein Recht auf eine mögliche Haftaussetzung nach 25 Jahren wurde nicht zugelassen. “Es gibt keine Worte, um diese abscheuliche Grausamkeit zu beschreiben”, erklärte die Richterin Mary Wisemann in Dayton im US-Staat Ohio bei der Verkündung des Strafmaßes.
Die Tat sei “schockierend und schlichtweg widerlich für eine zivilisierte Gesellschaft” und übersteige jeglich menschliche und moralische Vorstellungskraft. Die Frau soll ihre kleine Tochter im August 2005 nach einem handgreiflichen Streit mit ihrem Freund in die Mikrowelle gesteckt und getötet haben. Das Paar hatte sich darüber gestritten, ob der Mann der biologische Vater des Kindes ist. Die Frau bestreitet die Tat. Sie sei in der Tatnacht betrunken gewesen und könne sich an nichts mehr erinnern. Doch sie habe ihr Baby von Herzen geliebt.
Es ist bereits der zweite Prozess gegen die Frau. Er wurde notwendig, weil neue Zeugen aufgetaucht waren. Gegen das jetzt ergangene Urteil ist keine Berufung möglich. Die Todesstrafe bleibt der 28-Jährigen allerdings erspart. Eine Jury hatte vergangene Woche kein einmütiges Urteil für eine Hinrichtung gefunden.